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Es Franzose-Becke
Geschrieben von: Siegfried Seel   

Siegfried SeelZum 100-jährigen Bestehen unseres Freibades Waschmühle möchte ich zwei Ereignisse in Erinnerung bringen.

Die Waschmühle war zum Glück während des Krieges von der Zerstörung verschont geblieben. Nach Kriegsende 1945 wurde sie aber gleich von der französischen Besatzungsmacht beschlagnahmt und die Kaiserslauterer Bevölkerung durfte sie nicht benutzen. 1947 gelang es dem damaligen Oberbürgermeister, mit dem Kommandant der Franzosen nach langen Verhandlungen einen Teil des Bades für die Menschen unserer Stadt wieder frei zu bekommen.

Das Bad wurde im Frühjahr 1947 geteilt und das ehemalige Damenbad wurde vom Familienbad mit zwei starken Maschendrahtzäunen und Stacheldraht abgegrenzt. Die Lauterer konnten dann im Sommer 1947 wieder baden gehen. Damals war ich 11 Jahre. Von da an entstand auch der Ausdruck "es Franzose- Becke", welcher bis heute noch von Kindern und Kindeskindern zu hören ist.

Die zweite Episode war, dass die Waschmühle früher immer Badeanstalt genannt wurde und so stand es auch auf den alten Hinweisschildern der Stadt bis in die 70er Jahre. Nach Eröffnung des Warmfrei bades 1972 mit schönen modernen Hinweisschildern auch auf städtischen Bussen wurden auf Antrag des Schwimmvereins KSK und der DLRG auch die alten Hinweisschilder Badeanstalt in Freibad Waschmühle erneuert.

Erwähnen möchte ich noch, dass der Slogan des Freundeskreises „Hopp in die Wesch“ von meinem Musikkollegen Roland Weilemann zum Wesch miehlschlager arrangiert wurde.