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| Die Liebe des Lebens kennen gelernt |
| Geschrieben von: Dr. Hans-Jörg Schäfer |
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Auf einem Brettersteg am Rande der 50-Meterbahn da war er – Herr Stutzmann, der Trainer des KSK. Wenn er sagte: Komm du mal her und zeig mir, was du schwimmen kannst, dann war dies oft der Beginn einer Schwimmerkarriere. Dabei bekamen auch weniger Talentierte ihre Streicheleinheiten. Herr Stutzmann war ein Mensch, dem Viele auch im Beruf und in der Schule einiges zu verdanken haben. Der Sommer – und der begann im Mai – fand uns am Badweiher so früh wie möglich. Schule war zu der Zeit eine wichtige Nebensache. Bei jedem Wetter, das heißt auch bei Regen und Temperaturen um 18°, war der "Badweiher" Pflicht. Ich erinnere mich an ein Wasserballspiel (Liga!) bei 16° Wassertemperatur, was natürlich jede Menge Ausfälle zur Folge hatte. 22° im Wasser war sehr warm. Wir hielten uns für die Cracks. Dafür, dass Kaiserslautern kein Hallenbad hatte, waren wir sehr gut. Ein paar von uns haben es sogar zu überregionalen Ehren gebracht. Der Sport war wichtig zur Selbstbestätigung – natürlich. Aber es gab etwas, das mindestens genauso wichtig war – die "Mäd"! Über den Sport ließ sich der Kontakt auf ganz "natürlichen Bahnen" herstellen. Ich weiß nicht, wie viele damals auf der Wesch die Liebe ihres Lebens gefunden haben, aber es dürften eine ganze Menge gewesen sein. Ich gehöre jedenfalls dazu. "Es Chicco" (Iris) und ich waren 12 und 15 Jahre, als wir uns am Badweiher kennen gelernt haben. Die Liebe kam etwas später und hält noch heute nach 46 Jahren. Jugenderinnerungen sind meistens etwas Schönes, bei uns sind sie wesentlich geprägt vom "Badweiher" oder der Wesch. |

Die Wesch oder wie wir eher sagten "de Badweiher" war Vieles. Am Anfang ein ganz normales Kindervergnügen. Der erste heftige Sonnenbrand, Pfefferminztee und Waffelbruch bei Frau Zimmermann sind Erinnerungen an diese Zeit. Dann kam der Sport!